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EINZELMITGLIEDERTREFFEN 2016
Schlei, ei, ei
10. - 12. Juni 2016 in Hellör

von Monika Brauer

Werner hat beschlossen, dass ich in diesem Jahr den Bericht schreiben soll. Schön, dass er mir das zutraut. Also mach ich mal.

Den diesjährigen Treffpunkt, den Naturcampingplatz Hellör in Goltoft an der Schlei, hatten Rosi und Jens empfohlen. Er liegt sehr ruhig in schöner Landschaft und hat einen verhältnismäßig breiten Sandstrand als Einsetzstelle. Dadurch entfiel das übliche Gedränge beim Start. Leider konnten Rosi und Jens selbst nicht an dem Treffen teilnehmen.

Als Dirk und ich am Freitag, dem 10.06.2016 gegen 14 Uhr auf dem Platz ankamen, war die Schranke noch zu. Mittagspause!! Zeitgleich mit uns, kamen Achim und Reinhard an. Achim besorgte sich von Peter die Codekarte, um die Schranke zu öffnen. Leider ohne Erfolg. Reinhard und wir packten unsere Stühle aus, und wir setzten uns zu Bärbel und Peter, die schon einen Halbkreis um sich versammelt hatten. So tranken wir erst einmal unseren Kaffee. Elke und Walter trafen wir am Waschhaus. Die beiden waren schon ein paar Tage früher angereist und kamen gerade von einer Paddeltour zurück.

Pünktlich um 14.30 wurde die Rezeption geöffnet und jeder musste sich einzeln anmelden. Nach einer ausführlichen Erklärung zur Mülltrennung, konnten wir uns auf einer schönen, großen Wiese häuslich einrichten. Dabei akribisch überwacht von der Platzbetreiberin, die auch hier die Regie übernahm und überhaupt resolut auf Einhaltung ihrer Regeln, zum Wohl ihrer Gäste, achtete. Aber wir hatten ein gewisses Verständnis. Wer weiß, was sie mit Gruppen alles schon erlebt hat? Wir dürfen jedenfalls wiederkommen.

Nach den ersten Ankunfts-Bieren kümmerte sich jeder um sein Abendessen, bevor wir uns zur Begrüßungsrunde zusammensetzen. Werner, der von Peter Schmidt vor Jahren schon die Bezeichnung "Werner-1" erhielt, hatte uns eine Überraschung versprochen. Und dann kam sie in Form von Daniel, unserem neuen Fahrtenleiter. Das hat Werner doch wirklich gut hingekriegt.

"Herzlich Willkommen, Daniel!"

Nachdem Dirk und ich, und auch Horst W., unsere Urkunden für Gold 5 bzw. Gold 25 erhalten hatten, gingen wir zum gemütlichen Teil über. Walter holte die Ramazotti-Flasche raus und ließ sie rumgehen. Danach kamen wir mit Ouzo, und danach warf Walter noch eine 2. Flasche Ramazotti auf den Markt. Nur die gewohnte Kiste Bier in der Mitte fehlte. Darum musste jeder an seinen eigenen Bestand gehen.

Nach der ersten Runde ging Horst zu seinem Bus und fuhr eine riesige Antenne aus. Erst dachten wir, er baut eine lange Angel zusammen und waren gespannt, wie und was er damit aus der Schlei fischen will, aber er ist Amateur-Funker. Falls jemand sich mit ihm in Verbindung setzten möchte, hier sein persönliches Funk-Rufzeichen: DJ6OZ. (O, wie "Oh wie ist das schön!", nicht Null!).

Birgit und Hans-Peter kamen erst, als wir schon alle länger in der Runde saßen. Sie haben im Stau gestanden. Da sie mit ihrer neuen Pick-Up-Kabine anreisten, gab es später noch eine "Schloßführung".

Erst gegen 23 Uhr trollte sich jeder zu seinem Schlafplatz. Bernd ist irgendwann nachts angekommen und hat in seinem Bus auf dem Parkplatz vor der Schranke geschlafen. Am Sonnabend weckte uns die Sonne. Die ersten waren schon mit dem Frühstück fertig, als diejenigen, die Brötchen bestellt hatten, sich aufmachten, um sie abzuholen. Vor Punkt 8 Uhr wurde der Shop nicht geöffnet. Nichts zu machen!

Ab 9 Uhr begann das Gerödel mit den Booten und um 9.30 waren die meisten schon auf dem Wasser. Daniel wollte eigentlich vorher noch die Fahrt besprechen, aber wir waren natürlich wieder alle schneller. So musste er alleine an Land stehen und wir schwammen im Pulk vor ihm und hörten zu.


Jahrestreffen der Einzelmitglieder 2015 (Bild 1)
Bild von Monika Brauer

Die Fahrt ging an Lindaunis vorbei, zu einem schönen Strand am Fuß der Hochspannungsleitung zwischen dem Norder- und dem Süderhaken. Leider hatte der Wind etwas aufgefrischt und so kam Rainer im Kanadier nicht so zügig mit. Auch für Achim war der Großteil der Gruppe zu schnell. Er hatte Rückenprobleme. Besonders für die Zweier war es nicht so schön, oft warten zu müssen. Also wurde die Gruppe geteilt. Peter und Manni blieben mit hinten und der Rest düste los. Später haben Dirk und ich uns auch zurückfallen lassen, damit es denen nicht zu langweilig wurde.

Nach einer ausgiebigen Pause auf dem Süderhaken, sollte das Fahrwasser gequert werden, weil wir noch in das Lindauer Noor fahren wollten. Die Querung verlief etwas unruhig, weil sich in der Fahrrinne höhere Wellen aufgebaut hatten. Danach ging es mit achterlichem Wind unter der berühmten Brücke hindurch ins Noor. Die Brücke wurde extra für uns geöffnet!! (Nein, Scherz! Das war Zufall ...).

Rainer und Achim wollten und sollten aber auf direktem Weg zurück zum Platz. Helga und Hans mussten sich auch abmelden und paddelten mit ihnen auf direktem Weg zurück. Kurz vor der Brücke war ihnen nämlich das Steuer an ihrem 2er Faltboot abgebrochen. Es hing nur noch lose im Wasser. Wir anderen umpaddelten das Noor, in dem zuvor noch nie jemand von uns gewesen war, und dann ging es geradewegs zurück. Werner-1 hatte zunächst noch eine weitere Pause angeregt, aber die Mehrzahl wollte zur Kaffeetafel, zumal um 18.15 Uhr schon zum Abendessen gestartet werden sollte. Werner hatte für uns im Fährhaus Missunde einen (langen) Tisch reserviert. Die Kaffeetafel war so kalorienreich wie üblich!

Abends steuerten wir das Fährhaus in Fahrgemeinschaften mit nur wenigen Autos an. Die Speisen waren am Abend zuvor von uns ausgewählt worden und Werner hatte die Bestellung dem Restaurant am nächsten Morgen durchgegeben. Das hat gut geklappt und alle waren zufrieden mit ihrem Essen. Nachher saßen wir noch alle in der Runde zusammen. Plötzlich standen Bierkästen in der Mitte! Restetrinken. Außerdem gingen Kartoffelchips, Bonbons und geröstete Nüsse rum. Als wenn wir nicht satt geworden wären.

Nachdem Peter uns mit seinen Wetterprognosen vom Windfinder verschreckt hat: 11 Grad (plus) und Regen, gingen wir alle recht früh schlafen.

Jahrestreffen der Einzelmitglieder 2015 (Bild 2)
Bild von Monika Brauer

Das mit dem Regen stimmte. Schon nachts trommelte er aufs Zelt. Zum Frühstück war es dann nur noch Nieselregen und nachdem Petrus festgestellt hat, dass wir alle Regenzeug besitzen, hat er den Regenhahn ganz zugedreht. Werner-1 hat sich schon gegen 9 Uhr von uns verabschiedet. Termine!! Da wir deswegen gerade alle so schön beisammen waren, hat Daniel die Gelegenheit beim Schopf gepackt und gleich die geplante Tour mit uns besprochen. Er ist offensichtlich lernfähig, wie mit uns Individualisten (darum Einzelmitglieder) am besten umzugehen ist. Um 10 Uhr waren wir alle wieder auf dem Wasser.

Diesmal ging es rechts herum zur Großen Breite, an der Fähre Missunde vorbei. Hans ist mit zu Rainer in den Kanadier gestiegen. Helga wollte erst von Jochen das 2. Boot nehmen, das er vorsorglich mitgebracht hatte, verzichtete dann aber und blieb auf dem Platz. Unsere Tour führte uns bei angenehmem Rückenwind bis zum Strand bei Weseby. Wir waren gerade noch am Rätseln, wo man am besten anlanden sollte, da haben Rainer und Hans uns die Ent-scheidung abgenommen. Sie mussten ganz dringend ans Ufer und wir folgten ihnen unauffällig. Nach einer kurzen Pause und einem kritischen Blick auf das GPS-Gerät, fuhren wir noch einen kleinen Schlenker, um die 6 Km für den Hinweg voll zu machen. Auf der Rücktour war einiges an Gegenwind zu erwarten. Auf Daniels Wunsch hin, übernahmen Peter und Werner-2 die Nachhut mit dem Kanadier. Dann ging es mit richtig schönem Gegenwind zum Platz zurück.

Dort brach dann die übliche Hektik aus. Jeder wollte schnell sein Boot aufs Autodach haben, aber auch die Kaffeetafel wartete schon. Naja, wenigstens auf das Einlaufbier musste wegen der Autofahrt verzichtet werden. An der großen Tafelrunde wurde der letzte Kuchen verzehrt und Peter hielt als Senior-Obmann noch eine kurze Abschiedsrede. Bei den letzten Kuchenkrümeln, wurde schon für das Treffen im nächsten Jahr geplant und Daniel erhielt einige Vorschläge.

Nach und nach leerte sich der Platz. Hans-Peter stand schon wie auf Kohlen. Er hatte alles fertig, nur der Strom musste noch abgelesen werden. Das ging aber erst nach 14.30 Uhr. Ordnung muss sein ... Er hatte schon seit 8.30 Uhr versucht sein Geld loszuwerden, wurde aber immer wieder vertröstet. Aber jetzt: Ende gut, alles gut. Um ca. 15.00 Uhr war der Platz geräumt, um dann in den nächsten Stau auf der Autobahn zu fahren. Bis zum Anpfiff im Weltmeisterschaftsspiel Deutschland gegen die Ukraine, waren aber bestimmt alle wieder zu Hause.

Alles in allem, wieder ein gelungenes Treffen.

Bis zum nächsten Mal!!

Monika


Landes-Kanu-Verband Schleswig-Holstein e.V.
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